Wendehausen liegt an der ehemaligen Bahntrasse von Mühlhausen nach Treffurt. 1911 war die neue Bahntrasse eine echte Errungenschaft für Wendehausen, Diedorf, Heyerode und alle angeschlossenen Dörfer. Die Post und viele Waren kamen nun mit der Bahn, die Menschen fuhren nach Mühlhausen und Treffurt zur Arbeit. Nach dem 2. Weltkrieg warteten so manche Frauen und Kinder am Bahnhof auf heimkehrende Männer und Väter. Nachdem zu Beginn der 1950er Jahre die Grenze immer weiter ausgebaut wurde, bot sich auf der Strecke zwischen Wendehausen und Treffurt die Möglichkeit zum Grenzübertritt! Die Bahn fuhr einen kurzen Moment auf westdeutschem Terrain. Man erzählt, dass es Bahnführer gab, die an dieser Stelle besonders langsam fuhren um es den Menschen zu ermöglichen dort gefahrlos abzuspringen. Der Zugverkehr wurde daraufhin von Wendehausen nach Treffurt 1952 eingestellt. An einem Sonnabend im September 1968 fuhr der Zug zum letzen Mal nach Wendehausen. Danach wurde der Zugverkehr zwischen Mühlhausen und Wendehausen komplett eingestellt und durch Busverkehr ersetzt. Nur 57 Jahre lang war der Zug in Wendehausen das Verkehrsmittel erster Wahl. Heute gibt es auf Teilen der ehemaligen Bahntrasse einen Radweg - den Unstrut-Werra-Radweg.
Dies ist eine Wendehäuser Erzählstation. GPS-Koordinaten dieser Erzählstation: 51.160113, 10.251436 Weitere Erzählstationen in der Nähe: - Bildstock des Hl. Antonius an der Landstraße nach Schierschwende - Infotafel in der Diedorfer Straße/Neue Straße - Eselsbörnchen am Kalkwerk