Vor 1950 sah die Trinkwasserversorgung in Wendehausen noch ganz anders aus als heute. Die Haushalte versorgten sich selbst mit Trinkwasser aus Brunnen. Ca. 82 Brunnen gab es damals in Wendehausen. Zum Teil waren dies gemeinschaftliche Brunnen, die bis zu 6 Haushalte versorgten, z.B. in der oberen Scharfloher Straße, neben dem Fußweg in den Neuen Hof. Die Haushalte in der Diedorfer Straße hingegen, hatten teilweise Wasserrechte am Mühlbach. Dort konnten sie Wasser entnehmen aus dem über Stufen erreichbaren, über der Straße verlaufenden Mühlbach, der die Mühlräder an der Mühle und Untermühle antrieb. Die Haushalte des Katharinenstiegs, Schanzenwegs und Am Schlösschen wurden vom Wasser des Bonifatiusbrunnens versorgt. Hierzu wurden erste Wasserleitungen und über dem heutigen Friedhof ein Hochbehälter installiert und das Wasser aus dem Bonifatiusbrunnen dorthin gepumpt. Bevor es Strom in Wendehausen gab, also vor 1911, wurde dies mit Windkraft realisiert. Kaum zu glauben, aber in Wendehausen gab es mal ein Windrad, das dazu diente, Wasser in einen Hochbehälter zu pumpen. Wer hätte das gedacht!
Dies ist eine Wendehäuser Erzählstation. GPS-Koordinaten dieser Erzählstation: 51.1627977, 10.249980 Weitere Erzählstationen in der Nähe: - Bonifatiusbrunnen - Katharinenstieg - gegenüber vom Friedhofseingang