Die Ohnmacht gegenüber Unwettern hat den Menschen zu allen Zeiten zu besonderen magischen und religiösen Praktiken greifen lassen. Im Christentum sucht man sich vor Blitz und Wetterschaden durch Sakramentalien und Segnungen zu schützen. Seit dem frühen Mittelalter ist das Aufstellen von Wetterkreuzen in der Flur bezeugt. Meist sind dies doppelbalkige Holzkreuze. Das alte Wetterkreuz im Möhntal hingegen ist nicht doppelbalkig. Neben dem Wetterkreuz befindet sich ein Bildstock und 13 große Linden. Die Linden wurden zu Ehren der 13 Wendehäuser gepflanzt, die Anfang des 19. Jahrhunderts mit Napoleon in den Krieg ziehen mussten und nicht wiederkehrten. Das Wetterkreuz wurde errichtet, da zu Zeiten der SED-Diktatur das eigentliche Wetterkreuz wegen der Nähe zur innerdeutschen Grenze nicht mehr besucht werden durfte. 1992 wurde dann an dieser Stelle ein neues Wetterkreuz errichtet und feierlich eingeweiht. Es handelt sich um ein Stahlkreuz mit Kupfer eingefasst. An der Vorderseite befindet sich ein Bild des gekreuzigten Jesus, das aus Messing gefertigt wurde und dem Kreuz seinen ganz individuellen Charakter gibt. So hat Wendehausen 2 Wetterkreuze. Steht man bei der dicken Buche kann man das alte auf der einen Seite sehen, das neue zur anderen.
Dies ist eine Wendehäuser Erzählstation. GPS-Koordinaten des Wetterkreuzes: 51.17495, 10.24640 Weitere Erzzählstationen in der Nähe: - Mahnmal Grenzturm - Agentenschleuse - Infotafel am Wasserwanderweg - Erzählbank am Schlösschen