Die wohl bekannteste Wüstung in der Nähe von Wendehausen ist sicher Sifterode. Die Lage des ehemaligen Dörfchens wird mit "800 Schritte südlich des Ritterguts Katharinenberg, 2000 Schritte nordnordöstlich von Wendehausen und 1500 Schritte ostnordöstlich von dem Gute Scharfloh" angegeben - also ungefähr hier an dieser Stelle. Der noch erhaltene Scharfloher Brunnen hat vielleicht den Sifterödern als Wasserversorgung gedient. Wobei zu erwähnen ist, dass er nicht sonderlich tief ist und lediglich Oberflächenwasser hält. Das Gut Scharfloh hatte zwar keinen Brunnen auf dem Hof, versorgte sich aber nicht von diesem Brunnen, wie der Name vielleicht vermuten lässt, sondern das Trinkwasser wurde mit Pferdefuhrwerken aus Wendehausen vom Bonifatiusbrunnen geholt. Erwähnt wurde Sifterode zwischen 1407 und 1611 in amtlichen Dokumenten. Man nimmt an, dass Sifterode danach aufgegeben wurde. Warum es zur Wüstung wurde, ist nicht überliefert. Eine weitere Wüstung ganz in der Nähe, nordwestlich von Sifterode, ist Grünrode. Dieses Dorf ist wohl schon früher wüst geworden, denn im Jahr 1581 ist es bereits als Wüstung erwähnt worden. Südöstlich von Sifterode soll es wohl noch eine weitere Wüstung geben: Neubertshausen. Diese Wüstung hat wohl im Gemeindebezirk Diedorf gelegen etwa 1500 Schritte westlich von Diedorf, ist aber kaum bekannt. Wüstungen der jüngeren Zeit sind Kleintöpfer, das Vorwerk Karnberg sowie das Gut Scharfloh. Sie wurden 1964, 1952 bzw. 1972 infolge der nahen Grenzlage an der Innerdeutschen Grenze entsiedelt und abgerissen.
Dies ist eine Wendehäuser Erzählstation. GPS-Koordinaten dieser Erzählstation: 51.174757, 10.254588 Weitere Erzählstationen in der Nähe: - Mahnmal Grenzturm - Wetterkreuz - Alte Mülldeponie